MeisterMontagen

Montagekosten-Rechner für die Küchenmontage

Geben Sie die Länge Ihrer Küche und die Besonderheiten ein – der Rechner zeigt Ihnen die Spanne nach allen drei üblichen Abrechnungsmodellen gleichzeitig: pro laufendem Meter, nach Stunden und als Pauschale. Genau daran erkennen Sie, ob ein Angebot fair kalkuliert ist.

Ihre Spanne nach drei Modellen
Pro laufendem Meter
Nach Stunden
Pauschalangebot

Wie die drei Modelle zustande kommen und warum die Stundensätze in den Quellen so weit auseinanderliegen, steht im Ratgeber Stundenlohn eines Küchenmonteurs. Alle Positionen im Detail: Küchenmontage Kosten.

So lesen Sie Ihr Ergebnis richtig

Der Rechner liefert Ihnen eine Spanne, keinen Preis. Das ist kein Mangel des Werkzeugs, sondern die ehrliche Abbildung eines Marktes, in dem dieselbe Leistung auf drei völlig verschiedene Arten abgerechnet wird. Wer das versteht, erkennt in wenigen Minuten, ob ein Angebot fair kalkuliert ist – und wo die eigentlichen Kostenfallen liegen.

Drei Abrechnungsmodelle, drei Anbietertypen

Möbelhäuser und Küchenstudios rechnen fast immer pauschal oder pro laufendem Meter ab, weil sie standardisierte Abläufe kalkulieren müssen. IKEA nennt 279 Euro je laufendem Meter, OBI liegt bei 50 bis 100 Euro pro Meter – allerdings ausdrücklich nur für die Grundmontage, also das Aufstellen und Ausrichten der Korpusse ohne Anschlussarbeiten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen ist kein Preisvorteil, sondern ein Leistungsunterschied.

Fachbetriebe – Schreiner, Tischler, spezialisierte Montagefirmen – rechnen ebenfalls häufig pro Meter, aber auf einem anderen Niveau: MyHammer und tischler-schreiner.de nennen übereinstimmend 150 bis 300 Euro je laufendem Meter für die komplette Montage inklusive Ausrichten, Arbeitsplatte, Blenden und Sockel. Das ist der Bereich, in dem eine Küche fertig übergeben wird.

Solo-Monteure und Handwerkerportale arbeiten dagegen meist nach Stunden. Die veröffentlichten Spannen liegen bei Taskrabbit zwischen 40 und 70 Euro, bei Blauarbeit zwischen 50 und 80 Euro und bei MyHammer bei rund 80 Euro pro Stunde; tischler-schreiner.de nennt 50 bis 100 Euro, allerdings für Demontagearbeiten. Für Pauschalaufträge nennt Taskrabbit 900 bis 1.500 Euro. Zur Einordnung: Eine Küche von vier bis sechs Metern entspricht etwa einem Arbeitstag von acht bis zehn Stunden – rechnen Sie den Stundensatz einmal gegen die Meterpauschale, und Sie sehen sofort, ob ein Angebot im Rahmen liegt. Mehr dazu unter Küchenmonteur Stundenlohn.

Warum die Quellen so weit auseinanderliegen

Vier Faktoren erklären fast die gesamte Streuung. Erstens die Umsatzsteuer: Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Mehrwertsteuer aus und wirken dadurch rund 19 Prozent günstiger, ohne es zu sein. Zweitens die Gewährleistung: Ein eingetragener Betrieb kalkuliert Nachbesserung, Haftpflicht und Betriebsausfall mit ein, eine Privatperson auf einem Vermittlungsportal in aller Regel nicht. Drittens die Qualifikation: Ein Meisterbetrieb, der Wasser und Strom selbst anschließen darf, kostet mehr als ein Möbelmonteur, der dafür einen Dritten holen muss. Viertens die Region: Zwischen Ballungsraum und ländlichem Kreis liegen regelmäßig 20 bis 30 Prozent.

Was in keinem der drei Modelle enthalten ist

Hier entstehen die unangenehmen Überraschungen. Weder Pauschale noch Meterpreis noch Stundensatz enthalten üblicherweise das Aufmaß (70 bis 100 Euro, siehe Küchen-Aufmaß), die Anfahrt, den Abbau der Altküche samt Entsorgung sowie die Fachanschlüsse. Für Letztere gelten eigene Sätze: Wasseranschluss 60 Euro bei MyHammer beziehungsweise 70 Euro laut tischler-schreiner.de, Elektroanschluss 100 bis 200 Euro laut Blauarbeit, Backofen und Kochfeld 45 bis 70 Euro bei MyHammer; IKEA berechnet den Geräteanschluss pauschal mit 79 Euro. Für Abbau und Entsorgung nennt tischler-schreiner.de einen Einstieg ab 50 Euro, Blauarbeit 150 bis 400 Euro für den kompletten Vorgang. Der Sperrmüll kommt obendrauf und ist kommunal geregelt: In Hamburg fallen 35 bis 50 Euro für bis zu 8 m³ an, in Berlin sind bis zu 3 m³ kostenfrei. Details unter Alte Küche abbauen.

Die Zuschläge im Rechner – etwa rund 150 Euro für den Abbau oder 180 Euro für den Elektroanschluss – sind Orientierungswerte aus genau diesen Spannen, keine Festpreise. Sie dienen dazu, eine realistische Gesamtsumme zu bilden, ersetzen aber kein Angebot.

Woran Sie ein sauberes Angebot erkennen

Ein belastbares Angebot trennt die Positionen: Montage, Anschlüsse, Abbau, Entsorgung und Anfahrt stehen einzeln da. Es nennt die kalkulierten Stunden oder die zugrunde gelegten laufenden Meter. Es benennt die Anfahrt als eigene Zeile statt sie zu verschweigen. Und es weist die Umsatzsteuer offen aus oder erklärt, warum keine anfällt. Fehlt eines davon, fragen Sie schriftlich nach – die Antwort ist meist aufschlussreicher als der Preis. Eine Vorlage dafür finden Sie in der Küchenmontage-Checkliste.

Liegt ein Angebot deutlich unter allen genannten Spannen, prüfen Sie Gewerbeanmeldung, Haftpflichtversicherung und wer die Anschlüsse übernimmt. Liegt es deutlich darüber, holen Sie zwei Vergleichsangebote ein und lassen Sie sich den Mehraufwand konkret begründen – Altbau, Naturstein oder Sonderlösungen sind legitime Gründe, ein pauschales „das ist eben so“ nicht.

Steuerlich absetzen nach § 35a EStG

Sie können 20 Prozent der Arbeitskosten von der Einkommensteuer abziehen, maximal 1.200 Euro im Jahr. Material zählt nicht mit. Damit das funktioniert, muss die Rechnung Arbeitszeit, Fahrtkosten und Material getrennt ausweisen – eine Gesamtsumme ohne Aufschlüsselung erkennt das Finanzamt nicht an. Entscheidend ist außerdem die Zahlungsart: Nur unbare Zahlungen per Überweisung werden anerkannt. Wer bar zahlt, verliert den Abzug vollständig, auch mit Quittung. Bewahren Sie Rechnung und Kontoauszug gemeinsam auf.

Häufige Fragen zum Rechner

Wie genau ist der Montagekosten-Rechner?

So genau ist der Montagekosten-Rechner, wie es die veröffentlichten Marktspannen zulassen: Er liefert eine Orientierung, kein Angebot – der tatsächliche Preis hängt von Region, Betrieb und Zustand der Wohnung ab.

Warum zeigt der Rechner drei verschiedene Preise?

Drei verschiedene Preise zeigt der Rechner deshalb, weil Betriebe unterschiedlich abrechnen: pro laufendem Meter, nach Aufwand in Stunden oder als Pauschale. Liegt ein Angebot außerhalb aller drei Spannen, lohnt eine Nachfrage.

Ist der Elektroanschluss wirklich Pflicht durch eine Fachkraft?

Pflicht durch eine Elektrofachkraft ist der Elektroanschluss immer dann, wenn der Herd fest an 400 Volt angeschlossen wird – das muss zwingend eine eingetragene Fachkraft erledigen, es ist keine Empfehlung, sondern Vorschrift.

Kann ich Montagekosten von der Steuer absetzen?

Montagekosten von der Steuer absetzen können Sie als Handwerkerleistung: 20 Prozent des Lohnanteils, maximal 1.200 Euro im Jahr – Voraussetzung sind eine Rechnung mit ausgewiesenem Lohnanteil und die Zahlung per Überweisung.

Werden die Eingaben im Rechner gespeichert?

Die Eingaben im Rechner werden nicht gespeichert, denn die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen.

Quellen

Die Zuschläge im Rechner (Abbau, Elektroanschluss, Etage, Altbau) sind Orientierungswerte aus diesen Spannen, keine Festpreise.